Batteriepass – digitale Informationen für den Batterie-Lebenszyklus
Der digitale Batteriepass ist ein Instrument der EU-Batterieverordnung für bestimmte Batteriekategorien. Er soll Informationen zu einer konkreten Batterie digital zugänglich machen und damit Transparenz entlang ihres Lebenszyklus verbessern.
Für welche Batterien ist der Batteriepass vorgesehen?
Nach der EU-Batterieverordnung ist der digitale Batteriepass insbesondere vorgesehen für:
Wie wird der Batteriepass erreichbar?
Der Batteriepass soll über einen QR-Code mit einer eindeutigen Kennung erreichbar sein. Welche Informationen für welche Nutzer zugänglich sind, richtet sich nach den Vorgaben der Verordnung und ihren Durchführungs- oder delegierten Rechtsakten.
Welche Informationen können enthalten sein?
- Batteriemodell und Hersteller
- Technische Produktinformationen (Kapazität, Spannung, Zellchemie)
- Materialinformationen (Roh- und Werkstoffe)
- Herkunftsinformationen zu kritischen Rohstoffen
- Kohlenstoff-Fußabdruck
- Lebenszyklusinformationen
- Informationen zum State of Health (Gesundheitszustand)
- Recyclingfähigkeit und -informationen
- Weitere nach der Verordnung vorgeschriebene Daten
Die genauen Datenfelder sind in der EU-Batterieverordnung und zugehörigen delegierten Rechtsakten festgelegt. Die Liste ist nicht abschließend und kann sich noch präzisieren.
Batteriepass und Second-Life
Dieser Bereich ist besonders relevant: Wenn eine Batterie wiederverwendet, aufgearbeitet, umgenutzt oder in einer neuen Anwendung eingesetzt wird, gewinnen vollständige und nachvollziehbare Informationen über den bisherigen Lebenszyklus erheblich an Bedeutung.
Nachvollziehbare Informationen zu Batterie und Lebenszyklus können die Bewertung möglicher Second-Life-Optionen erleichtern. Ob Daten wie Zustandswerte oder Nutzungsverläufe verfügbar sind, richtet sich nach den jeweils vorgeschriebenen Datenfeldern und der konkreten Batterie.
Vom Pass zum konkreten Batterieposten
Ein Batteriepass ersetzt nicht die Bewertung des tatsächlichen Bestands. Für die operative Einordnung können unter anderem Zustand, Menge, Standort und verfügbare Unterlagen relevant sein: